Stefan Göttig / Manfred Klemme triumphieren bei der bei der 37. ADAC die-thiel-gruppe Reckenberg Rallye

Bei strahlendem Sonnenschein fuhren am Rallyezentrum in Rheda 92 Rallyeteams durch den ADAC-Startbogen. Später zogen Wolken auf und für einen kurzen Moment gab es ein paar Regentropfen. 34 Wertungsprüfungskilometer verteilt auf 6 Prüfungen lagen vor den 47 Rallyeteams des Hauptfeldes der Nationalen (Schnellfahrer-) Rallye 35. Dahinter folgten die 45 Teams der Retro-Rallye Serie, die vorgegebene Sollzeiten auf die Hundertstelsekunde genau einzuhalten hatten.

 

An der Spitze der Schnellfahrer dominierten zunächst fünf Teams mit ihren allradangetriebenen Mitsubishi Lancer. Vorjahressieger Martin Schütte legte 2 Bestzeiten auf den Prüfungen  Nordrheda 1 und Mastholte 1 vor. Dann brach Christian Riedemann auf der Prüfung Herzebrock 1 mit seinem Citroën C2 in diese Phalanx ein und holte sich die Bestzeit. Nach dieser Prüfung stellten Martin Schütte und auch Dennis Rostek ihre Mitsubishi mit technischen Defekten ab. Stefan Göttig übernahm die Führung und musste sich auf der Prüfung Nordrheda 2 noch Dark Liebehenschel geschlagen geben bevor er dann die Prüfungen Mastholte 2 und Herzebrock 2 für sich entschied. Zusammen mit seinem Beifahrer Manfred Klemme fuhr er mit 6,2 Sekunden Vorsprung auf Philip Schwarz / Andre Riedl und 7,2 Sekunden Vorsprung auf Dark Liebehenschel / Vanessa Dagge durch den Zielbogen bei der Auto-Zentrale Thiel in Rheda. Nach seinem kurzen Auftritt im vergangenen Jahr war Göttig sichtlich zufrieden. „Heute ist alles rund gelaufen, wir hatten keine Schnitzer drin und auch keine technischen Probleme. An Martin Schütte wären wir wohl nicht vorbeigekommen, aber man muss so eine Rallye auch ins Ziel bringen,“ fasst Stefan Göttig den Verlauf zusammen. Manfred Klemme ergänzt: „Hier bin 1984 meine erste Rallye überhaupt gefahren und jetzt freue ich mich als Beifahrer meinen Betrag zu Sieg geleistet zu haben.“

 

Im Kampf um die beste Platzierung eines Nicht-allradangetriebenen Fahrzeugs lieferten sich Christian Postert im Citroën C2 und Klaus Niermann im BMW M3 einen spannenden Schlagabtausch. Letztendlich mussten sich der Rietberger Niermann und sein Beifahrer Jürgen Sandmeier um 1,2 Sekunden geschlagen und mit dem 5. Gesamtrang zufrieden geben. Klaus Niermann im Ziel: „Letztes Jahr lief es nicht wirklich rund, dafür war es heute ein toller Fight mit Christian. Mal lagen wir, mal er vorne und am Ende hat es leider nicht ganz gereicht. Auf der letzten Prüfung ist uns das Differential kaputt gegangen und wir sind jetzt nur noch ins Ziel gerollt. Hauptsache angekommen und als bestes heimisches Team doch noch die Klasse gewonnen, ich bin dieses Mal sehr zufrieden.“

 

Eine erfolgreiche Fortsetzung fand das Azubi-Projekt der Auto-Zentrale Thiel. Technische und kaufmännische Auszubildende hatten nach der erfolgreichen Premiere in 2017 den weiß-blauen VW Golf IV GTI unter fachlicher Anleitung mit viel Engagement für den zweiten Rallyeeinsatz in der Gruppe G vorbereitet. Das neue Fahrerteam Sebastian Mootz / Jan-Josef Diermann bewältigte beim ersten Rallyeeinsatz die Prüfungen gut und brachte den Golf ohne Blessuren zurück ins Ziel. Sie zählten zu den 32 gewerteten Teams und ernteten dafür eine (unfreiweillige) Sektdusche. Jürgen Macke, Geschäftsführer der Auto-Zentrale Thiel in Rheda, freute sich dementsprechend: „Es ist ein tolles Projekt das Thomas Klemm seinerzeit  initiiert hat. Die Auszubildenden haben sich um die Fahrzeugvorbereitung gekümmert, für die Pressearbeit gesorgt und die sozialen Medien bedient. Da lernen sie voneinander, welche Aufgaben in der Verwaltung und in der Werkstatt eines Autohauses zu leisten sind.“

 

Die Retro-Rallye gewannen nach spannendem Kampf die Routiniers vom MSC Gütersloh, Wolfgang Rostek und Hannes Kramer im VW Golf I GTI.  Erst auf der letzten Prüfung wendete sich das Blatt zu ihren Gunsten und zusammen mit vier weiteren MSC-Teams gewannen sie auch die Mannschaftswertung.

 

Hannes Kramer im Ziel: „Das war heute eine ganz enge Kiste. Da ging es wirklich um Zehntel- und Hundertstel. Aber in Herzebrock hat am Ende alles gepasst und jetzt freuen wir uns über den Sieg bei der Reckenberg-Retro.“ Platz 2 ging an Meike Peters / Hans Röhrs, die den greifbar nahen Sieg auf der letzten Prüfung aus der Hand geben mussten. Johannes Deeke / Hans-Jürgen Kirschbaum waren mit Platz 3 hoch zufrieden.

 

Rallyeleiter Hans-Udo Weckheuer zog ein positives Fazit der Veranstaltung: „Es gab zwar 15 Ausfälle, die aber im wesentlichen auf technische Defekte zurückzuführen waren. Insgesamt verlief die Rallye reibungslos und die Organisation hat gut funktioniert.“

 

Vor der Siegerehrung dankte Heinz Sasse allen Beteiligten für Ihren Einsatz, den Genehmigungsbehörden für die wohlwollende Unterstützung und den Verantwortlichen der Auto-Zentrale Thiel für das Bereitstellen der Räumlichkeiten und Flächen. Für 2019 wünscht sich der 1. Vorsitzende des MSC Wiedenbrück wieder über 100 Starter und versprach, die Hinweise und Anregungen in den Planungen zu berücksichtigen.

 

Insgesamt erntete der Veranstalter aus dem Kreis der Aktiven viel Lob für die gute Organisation. Auch das Rallyezentrum rund um die Auto-Zentrale Thiel hat sich bei allen Beteiligten etabliert. Dort und auch entlang der Prüfungen verfolgten wieder zahlreiche Zuschauer das Rallyegeschehen. Am Ende eines langen Veranstaltungstages wurden beim Buffett und an den Verpflegungsständen die Ereignisse des Tages in zahlreichen Benzingesprächen diskutiert.

 

v.li.n.re.: Jürgen Macke, Thomas Klemm (Auto-Zentrale Thiel), Theo Mettenborg (Bürgermeister der Stadt Rheda-Wiedenbrück), Heinz Sasse (1. Vorsitzender des MSC Wiedenbrück)

 

Mit Allrad-Power zum Gesamtsieg bei der 37. Auflage der Reckenberg Rallye.

 

Bestes heimisches Team: Niermann/Sandmeier im BMW M3 auf dem 5. Gesamtrang.

 

Holger Knöbel musste seinen Mazda RX8 nach der 3. Prüfung mit technischem defekt abstellen.

Nathalie und Thorsten Koch freuten sich über ihre Zielankunft.

Immer noch der Hingucker für die Zuschauer. Ein Opel Manta quer im Drift – nicht schnell aber schön.

Der rote Golf I GTI ist in Retro-Kreisen eine feste Größe und am Ende gewannen Rosteck / Kramer die Retro-Rallye.

v.li.n.re.: Heinz Sasse (1. Vorsitzender des MSC Wiedenbrück) Andre Riedl, Philip Schwarz, Manfred Klemme, Stefan Göttig, Vanessa Dagge, Dark Liebehenschel, Rallyeleiter Hans-Udo Weckheuer.

v.li.n.re.: Andreas Henke (Fahrtleiter Retro), Hans Röhrs, Meike Peters, Hannes Kramer, Wolfgang Rosteck, Johannes Deeke, Hans-Jürgen Kirschbaum, Heinz Sasse (1. Vorsitzender des MSC Wiedenbrück)

v.li.n.re.: Heinz Sasse, Marco Diethelm (Bürgermeister der Gemeinde Herzebrock-Clarholz), Stefan Göttig, Manfred Klemme, Jürgen Macke (Geschäftsführer Auto-Zentrale Thiel in Rheda)

Zielankunft des Thiel-Rallye-Golf mit den Fahrern Jan-Josef Diermann (li. oben) und Sebastian Mootz (re. oben)

Für die siegreichen Beifahrer hatten Hans-Udo Weckheuer, Andreas Henke und Heinz Sasse das von Walter Röhrl und Christian Geistdörfer signierte Buch “Walter und ich“ als Überraschungsgeschenk dabei.

Kartjugend weiter erfolgreich unterwegs

Nach der vereinseigenen Auftaktveranstaltung im März dieses Jahres, hat die Kart-Jugendgruppe, um ihre Trainer Siegfried Kortenkamp und Jesper Jørgensen, an vier weiteren Veranstaltungen in OWL teilgenommen. Zwei davon in Herford, eine Veranstaltung in Höxter und zuletzt in Lemgo.
Die 11 Kinder erreichten in 5 unterschiedlichen Klassen folgende Ergebnisse:

Klasse 1 (Jahrgänge 2011 – 2009 insgesamt ca. 15 Starter pro Veranstaltung)

Leo Wiesbrock startet in seine erste Saison mit zwei 12ten Plätzen, einem 10. und einem 11. Platz. Eine konstante Leistung für die erste Saison und bei den nächsten Veranstaltungen kann es sicher noch den ein oder anderen Platz nach vorne gehen.

Klasse 2 (Jahrgänge 2008/2007 insgesamt ca. 25 Starter pro Veranstaltung)

Jarno Wiesbrock fährt seine zweite Saison in dieser Klasse. Beim Rennen in Herford reichte es zum 10. Platz, bei den darauffolgenden Veranstaltungen hat er zweimal den 4. Platz belegt und somit jeweils einen Pokal mit nach Hause genommen. Wir freuen uns auf die nächsten Rennen!

Hannes Petershagen startet in seine erste Saison mit einem 19. Platz, bei der darauffolgenden Veranstaltung reichte es sogar schon für einen 17. Platz. Am letzten Wochenende wurde es Platz 21.

Klasse 3 (Jahrgänge 2006/2005 insgesamt ca. 15 Starter pro Veranstaltung)

Nils Ende fährt seine zweite Saison in der Klasse 3. Wir gratulieren Nils zu insgesamt drei ersten Plätzen – ein riesiger Erfolg! Diese Erfolgsserie wurde bei der Veranstaltung in Lemgo von einem 12. Platz unterbrochen. Bei den nächsten Rennen hat er die Chance sich, durch weitere vordere Platzierungen, für die Bundesendläufe zu qualifizieren!


Jannik Jørgensen – zweite Saison in Klasse 3 – kratzt an den Pokalplätzen. Für ihn reichte es zweimal für Platz 9 und einmal für den 8. Platz. Bei der Veranstaltung in Höxter ist er mit seinem 6. Platz knapp an einem Pokalplatz vorbeigeschrammt. Bei den nächsten Rennen wird das Ziel sein, einen der begehrten Pokale zu ergattern.


Neu in Klasse 3 ist Richard Warkentin. Im letzten Jahr fuhr er bereits 3 Rennen, da aber noch in Klasse 2. In dieser Saison startet auch er gut durch. Nach einem 14. Platz, folgten zwei 10. Plätze und in Höxter sogar der 7. Platz. Auch bei ihm freuen wir uns auf die nächsten Rennen und ein packendes Duell mit Jannick und Nils um die vorderen Plätze.

Klasse 4 (Jahrgänge 2004/2003 insgesamt ca. 25 Starter pro Veranstaltung)

Alissa Paul erlangt in Ihrer ersten Saison in Klasse 4 regelmäßig sehr gute Ergebnisse. Mit Platz 11 und 16 reichte es zweimal für den Titel „bestes Mädchen“ und somit für einen Pokal bzw. Blumenstrauß. Zwischendurch reichte es nur für einen 17. Platz, aber ein 8. Platz in Höxter komplettiert das bisher sehr gute Ergebnis in dieser Klasse und weitere vordere Platzierungen werden folgen.

Cora Kortenkamp startet in ihrer zweiten Saison auch in Klasse 4. Nach einem 17. Platz folgte ein 11. Platz und somit auch der Pokal für das beste Mädchen. In Höxter erlangte Sie sogar den 5. Platz, es gab zwei Pokale – für die Platzierung und das beste Mädchen. Im letzten Rennen in Lemgo reichte es leider nur für einen 17. Platz.

Wir freuen uns auf die nächsten Rennen, wo es zwischen Alissa und Cora sicher spannende Kämpfe um die vorderen Platzierungen geben wird.
Die Schwester Jasmin Kortenkamp fährt ihre erste Saison und das gleich in der starken Klasse 4. Bisher erreichte sie dabei einen 20., 19., 21. und 22. Platz. Sie wird weiter kräftig trainieren um sich noch ein paar Plätze nach vorne zu fahren.


Auch Emma Petershagen fährt ihre erste Saison in Klasse 4. Für Sie reichte sogar schon einmal zu einem 14. Platz in Herford. Zuletzt waren es die Plätze 21 und 23. Auch sie wird weiter trainieren um sich noch ein paar Plätze zu verbessern.

Klasse 5 (Jahrgänge 2002 – 2000 insgesamt ca. 15 Starter pro Veranstaltung)

Gina-Marie Kohls – ihre erste Saison in Klasse 5 setzt sie, nach einem Sieg bei der Heimveranstaltung, mit zwei 10. und einem 7.Platz fort. Gina wird die Saison allerdings vorzeitig beenden, da sie sich im Jugendfußball engagiert und selbst auch spielt. Wir wünschen Ihr viel Erfolg und alles Gute!


Kim Kohls fährt ihre letzte Saison und sammelt weiterhin fleißig Pokale, mit sehr guten Platzierungen und für das stets beste Mädchen in dieser Klasse. Drei Mal Platz 2 und einmal der 3. Platz – da freuen wir uns auf die nächsten Veranstaltungen. Auch Sie kann sich, wie Nils, für die Bundesendläufe qualifizieren.

Holger Knöbel holt Sieg bei Historic-Rallye-Europameisterschaftslauf

Holger Knöbel holt Sieg bei Historic-Rallye-Europameisterschaftslauf

(Foto: Klaus Richter)

Nach einjähriger Reparaturpause meldet sich Holger Knöbel aus Rheda-Wiedenbrück erfolgreich mit seinem Skandix-Volvo 242 zurück. Vergangenes Wochenende startete er beim historischen Rallye-Europameisterschaftslauf in Deutschland, der in diesem Jahr erstmals bei der Lausitz-Rallye ausgetragen wurde. Die größte Schotterrallye in Mitteleuropa sorgt mit ihren ultraschnellen Schotterpisten in und um die Tagebaugebiete in der Oberlausitz bei Histo-Fans für genügend Unterhaltung im kühlen Herbst. Insgesamt standen 167 Wertungsprüfungs-Kilometer, der davon 81 Prozent Schotteranteil auf dem Programm, wobei es am Freitagabend mit vier Prüfungen, die zum Teil im Dunkeln zu absolvieren waren losging. Nach den ersten beiden Prüfungen wurde ein Schaden an der Hinterachse des Volvos aus dem Jahr 1981 festgestellt, der beim Rallye-Service vom Knöbel-Motorsport-Mechanikerteam schnell notdürftig repariert wurde und somit die restlichen beiden Prüfungen zuende gefahren werden konnten, bevor man dem Volvo einer gründlicheren Reparatur im Abschlussservice des ersten Tages unterzog. Mit Gesamtplatz Zwei hinter dem Finnen Jari Latvala, der mit seinem Toyota Celica Turbo am Start der Rallye war, startete der zweite Tag der Rallye mit acht zu absolvierenden Wertungsprüfungen. Auf vier der acht Prüfungen gelang es Holger Knöbel zusammen mit Copilot Alexander Hagenbuchner die Bestzeit zu fahren, trotz dass die Strecken mittlerweile teilweise sehr tief ausgefahren waren und die Konkurrenz den beiden im Nacken saß. Durch harte Bedingungen und den Kampf um den Sieg haben einige historische Fahrzeuge sehr gelitten oder sind ausgefallen. Auch Knöbel musste kämpfen und erfinderisch werden, so wurde zwischen zwei Prüfungen schnell eine zweite Kopfhaube und Klebeband benutzt um den verloren gegangenen Kühlwasserdeckel zu ersetzen und ein zu warm werden des Motors zu verhindern. Als vor der letzten Prüfung Konkurrent Latvala wegen eines technischen Defekts ausfiel, konnte Holger Knöbel im Ziel angekommen seinen ersten Gesamtsieg im FIA Historic Rallye-Europameisterschaftslauf mit über eine Minute Vorsprung feiern. Er freute sich sehr und konnte es kaum glauben die Saison so zu beenden. Der Jubel war auch beim über 500 km mit angereisten Service-Team und Fans sowie Knöbels Frau und Kind zu hause groß. Nun soll der Motor des Volvos im Winter überholt werden, damit im nächsten Jahr wieder ein paar Läufe zur historischen Rallye-Europameisterschaft bestritten werden können.

Kein Clubabend im Juli & August

Liebe Vereinsmitglieder,

im Juli und August wird wie im letzten Jahr kein Clubabend stattfinden!
Der nächste Clubabend ist somit am 6. September um 20 Uhr in der Fuchshöhle in Wiedenbrück.

Der Vorstand wünscht euch einen schönen Sommer!