Der MSC Wiedenbrück im Einsatz – Rallye Sulingen 2016

Rallye „Rund um die Sulinger Bärenklaue“ 2016

Am 6. und 7. Mai fand die ADAC Rallye „Rund um die Sulinger Bärenklaue“ statt. Über zwei Tage sollten 13 Prüfungen mit 447 Gesamtkilometern, davon 133,9 Wertungskilometer mit einem Schotteranteil von 12,3 km absolviert werden. Wir möchten euch einen kurzen Überblick über die Einsätze unserer Teams (Mario Brandt und Mike Melzer, Martin Ritschel und Stephanie Voigtländer, Linus Noll und Thomas Johannhardt, Holger Knöbel und Dirk Schnelle) geben, wobei alle außer das Team Knöbel/Schnelle zum ersten Mal einen DRM-Lauf fuhren.

Mario und Mike
Nach einem ruhigen Freitagabend, nutzten Mario und Mike die erste WP des Samstagmorgens zum Aufwärmen für das anspruchsvolle IVG-Gelände. Brandt/Melzer konnten ihr Fahrzeug sicher durch den Parcours bringen und den zweiten Durchlauf sogar 30 Sekunden schneller absolvieren. Im anschließenden Service wurde allerdings ein Riss an der Ölwanne bemerkt, hervorgerufen durch einen verbogenen Motorhalter. Um einem Motorschaden vorzubeugen hat sich das Team entschlossen, das Fahrzeug abzustellen und die Rallye zu beenden. Bis zu dem Ausfall nach WP7 erreichten sie Platz 64 von 102 gestarteten Teams und Platz 9 von 15 in der Division. „Da wir im Feld schon ein sehr unterlegenes Auto gefahren sind, bin ich damit eigentlich ganz zufrieden“ ergänzte Brandt abschließend.

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Martin und Steffi
Schon der Freitagabend ging für das junge Team turbulent los. Nach fast 9 Stunden Streckenbesichtigung starteten wir zur ersten WP, doch schon nach ein paar Kilometern machte uns ein technischer Fehler einen Strich durch die Rechnung. Darüber hinaus mussten wir diese erste (halbe) Prüfung ohne Gegensprechanlage fahren. Somit konnten die beiden erst am Samstagmorgen erneut starten. Am Vormittag absolvierten sie viele lehrreiche Kilometer auf dem IVG-Gelände, unter anderem mit einem Reifenwechsel.
Am Nachmittag erreichten sie dann noch eine 2. beste Zeit in ihrer Division und beendeten die Rallye vor allem mit vielen neuen Erkenntnissen.

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Linus und Thomas
Nach anfänglichem Misstrauen gegenüber der Veranstaltung durch das neue Tracking System, kamen die beiden erst auf der 2. Prüfung gut zurecht, da WP1 nach wenigen Metern nur noch auf 3 Zylindern und mit einem Platten bestritten wurden, man musste also erst warm werden. Ab WP 2 wurden die Zeiten zufriedenstellend und sie konnten mit einem guten Gefühl ins Bett gehen. Ernüchterung folgte auf WP5, wieder nur drei Zylinder und das auf der Königsprüfung, dem IVG-Gelände. Ab WP6 begannen dann die Probleme, ein technischer Defekt kam auf. Dieser Zwang Linus und Thomas leider nach WP7 zum Aufhören. Trotz des Ausfalls haben auch die beiden viel gelernt und blicken zuversichtlich auf den weiteren Verlauf der Saison.

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Holger Knöbel und Dirk Schnelle
Nicht ganz rund (oder auch doch) lief es bei Holger Knöbel und Dirk Schnelle im Volvo 242. In WP1 verschätzte sich Holger und der Volvo überschlug sich auf dem Feld. In der Zeitenliste fiel dies jedoch kaum auf, denn er verlor bloß 40 Sekunden auf der Prüfung. Glück im Unglück war, dass das Auto wieder auf den Rädern landete und er somit relativ schnell weiterfahren konnte, brachen ihm doch zwei Motoraufhängungen durch den Überschlag, wodurch das Gas oft stecken blieb. Die Probleme konnten im abendlichen Service behoben werden, eine der Aufhängungen wurde allerdings nur durch eine 400.000 km alte aus einem Zuschauerauto ersetzt, wodurch das Problem am nächsten Tag wieder auftauchte, da eine Gummilagerung erneut riss. Holger musste daraufhin die Königsprüfung mit rund 22 km relativ vorsichtig angehen und er verlor einiges an Zeit. Nachdem der Service auch dieses Problem in den Griff bekam, konnten er endlich auf einigen Prüfungen ohne Probleme sein Können unter Beweis stellen. Auf WP 10 schlug der Defekt-Teufel dann erneut zu – eine abgerissene Antriebswelle zwang Holger und Dirk den Volvo abzustellen und die Rallye vorzeitig zu beenden.

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Nicht zu vergessen sind die rund 18 fleißigen Mitglieder des MSC Wiedenbrück, die während der Rallye Sulingen als Streckenposten und stellvertretender WP-Leiter im Einsatz waren und eine ganze WP gestemmt haben!
(Dankeschön an Dirk Nottebrock für die Fotos!)